Musikverein Kißlegg: Immer guat drauf
Musikverein Kißlegg: Immer guat drauf
Musikverein Kißlegg
Musikverein Kißlegg

Über 220 Jahre Musikverein Kißlegg

Gesamtchor beim 210-jährigen Jubiläum 2006

Gründung bis zum 2.Weltkrieg

 

Lange Jahre war man der Auffassung, daß die Gründung des Musikvereines im Jahre 1851 lag, bevor man auf die erste Nennung des Musikverein im Pfarrarchiv St. Martin in Eintürnenberg aufmerksam gemacht wurde, in der es folgendermaßen heißt: „Am Martinusritt mit der Reliquie zu Eintürnenberg an St.Georgetag 1796 (der Ritt ging von 1754 - 1802, jeweils am 23. April) belief sich die Zahl der Reiter auf 574 mit 8 Geistlichen. Zum erstenmal beteiligte sich die neuerrichtete Musikkapelle von Kißlegg."

Im Jahre 1822 wird zum ersten Mal die Musikgesellschaft Kißlegg in der Pfarrchronik erwähnt, und zwar in einem Beschwerdebrief eines Spielmannes. Dieser fordert in seinem Schreiben an den „Wohllöblichen Kirchenkonvent", „den Mitgliedern dieser Musikgesellschaft das Aufspielen bei Hochzeiten usw. in den Wirtshäusern für die Zukunft zu untersagen", da er als Spielmann in der außerkirchlichen Betätigung der Musikanten seinen Broterwerb gefährdet sah.

 

Am 17.12.1851 wurde dann durch die Errichtung von Statuten die „Musikgesellschaft der Landschaft Kißlegg" gegründet, wobei dieses Datum viele Jahre als Gründungsdatum gehandelt wurde. Schmunzelnd über die geschwungenen Formulierungen der damaligen Zeit entnimmt man den Niederschriften, daß es „heroben im Allgäu wie überall in deutschen Landen" Brauch war, Festlichkeiten, kirliche wie weltliche, mit Musikstücken zu verschönern und zwar „....zum Gesang von Menschenzungen und Orgel mit Streichinstrumenten; zu figurierten Ämtern und Vespern mit Orchesterbegleitung; und liturgische Weisen zur Prozession an eiser Hergottstag durch geeignetere Blechmusik...".

 

1910 wurde durch eine große Fahnenweihe das Ende der Musikgesellschaft als Kirchenmusikverein begründet und so war der Verein selbständig geworden. In der Chronik wird rühmend erwähnt, daß die damals 22 Mitglieder sehr willig und „trotz landwirtschaftlicher Geschäfte in Sommers Hitze, trotz Schnee und Regen im Winter, immer vollzählig zur Stelle sind". 1922 gab man sich auch den Namen „Musikverein Kisslegg i.Allg" und legte dies in einer Satzung fest. Am 03.August 1924 wurde in Kißlegg zum vierten Musikfest des Allgäuer Musikbundes in Kißlegg geladen. Zahlreiche Kapellen von Ingoldingen bis Altusried nahmen an Wertungsspielen und Festumzug teil, und so war ob der zu Tausenden erschienenen Gästen „abends alle Geschäfte ausverkauft und keine Zigarre mehr zu erhalten".

 

Und weiter tickt die Zeituhr... das „Tausendjährige Reich" nahm seinen Anfang. Die Kißlegger Musikanten schworen indes auch während der Nazizeit mehr auf ihre eigene Fahne als auf jene der neuen Propheten. Sie bewiesen, wie die Eintragungen von Juli/August 1934 aussagen sogar besondere Zivilcourage: „Die Musikkapelle ist nicht Sturmbannkapelle. Die Zugehörigkeit wird dem einzelnen Mitglied freigestellt..." und weiter: „Der Austritt sämtlicher Mitglieder aus der SAR ist erfolgt...und wird so weitergemacht wie bisher". Eine Reihe von Musikanten mußten dann gleich zu Beginn des Krieges einrücken, die Daheimgebliebenen standen ihren Posten, „so lange noch Kameraden da sind". Im Jahre 1940 wurde dann auch kein Ausflug mehr gemacht, sondern ein „Pokal" als Metallspende gemacht, Feldpostpäckchen versandt, alte Musiker gebeten, für die Eingezogenen einzuspringen. Doch die ersten Trauerbotschaften trafen bald ein, man zählte nur noch 12 Musikanten und so schweigt die Chronik ab dem Jahre 1942.

 

Die Wiederzulassung des Musikvereines erfolgte nach der Erlaubnis der Militärregierung im Frühjahr 1947. Schließlich gelangte mit dem 1. Bezirksmusikfest 1949 in Bad Waldsee das Vereinsleben wieder in die gewohnten Bahnen.

 

Die Nachkriegszeit bis heute

 

In einer Bürgerversammlung im Mai 1950 faßte der Musikverein den Beschluss, neben aktiven auch passive Mitglieder in seine Reihen aufzunehmen. An die 400 Personen erklärten darauf ihren Beitritt, was heute und erst recht damals einen beachtlicher Erfolg darstellen dürfte.

 

Auf der Annahme fußend, daß 1851 das Gründungsjahr des Musikkapelle gewesen sei, wurde 1951 am 2./3. Juni unter der Schirmherrschaft von Fürst Franz von Waldburg-Wolfegg das 100-jährige Bestehen mit imposanten 6000 Besuchern gefeiert.

1965 gönnte sich die Kapelle eine neue fesche Festtracht im Allgäustil. Im November des Jahres 1970 stand die ganze Marktgemeinde im Zeichen der Volksmusik: 4010 Delegierte und 110 Blaskapellen trafen sich zu einer Tagung des Volksmusikerbundes Bodensee-Allgäu. Nach verschiedenen beachtlichen Erfolgen in der Mittelstufe schaffte Dirigent Max Gambach mit seinen Musikanten 1972 gleich beim ersten Wertungsspiel in der Oberstufe in Probstried einen ersten Rang mit Auszeichnung. Das 120 jährige Bestehen konnte im selben Jahr gefeiert werden. Im März wurde ein Gemeinschaftskonzert der Kapellen Gebrazhofen, Karsee, Leupolz, Rötenbach, Waltershofen, Wolfegg und Kißlegg veranstaltet, in dessen Rahmen dem Musikverein die PRO MUSICA - Plakette verliehen wurde.

 

Die Jahre 1974/75 standen schon ganz im Zeichen der Internationalen Musiktage, die aus Anlaß des 125jährigen Jubiläums vom 25.-28.6.1976 in Kißlegg stattfanden und die auch heute noch zu den größten Veranstaltungen in der Geschichte des Vereines gezählt werden muß.

Unter den 80 mitwirkenden Musikkapellen und Trachtengruppen waren Blasorchester aus Italien, Jugoslawien, Österreich, Ungarn, Holland, Frankreich, der Schweiz und aus der Tschechoslowakei, die die Veranstaltung zur „eindrucksvollsten und bedeutendsten Demonstration der Volksmusik über alle Grenzen Europas hinweg" machten. Das Wetter und die herrliche Kulisse des Kißlegger Schloßparkes taten das ihrige, so daß insgesamt 25.000 Besucher das Fest miterlebten.

 

Schon bald nach dem Musikfest ging man an die Planung eines Vereinsheimes, nachdem man lange Jahre im Feuerwehrhaus geprobt hatte und jetzt mehr Raum benötigte. Nach über 10.000 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden und viel Schweiß und Spucke konnte man am 10.04.1981 im Musikheim die erste Probe abhalten. Das Musikerheim verfügt über einen großen Proberaum, der über 70 Musikanten fassen kann, einen Wirtschaftsbereich samt Küche, sanitäre Anlagen mit Dusche und ein Archiv.

 

Musikalisch waren die folgenden Jahre von der weiteren steten Aufbauarbeit durch Dirigent Max Gambach geprägt. Jedes Jahr stellte man sich der Kritik bei den verschiedensten Wertungsspielen und erreichte in der Oberstufe durchweg einen ersten Rang mit Auszeichnung. 1982 nahm die Kapelle erstmals an einem Wertungsspiel in der Höchststufe teil und erreichte sogleich einen ersten Rang mit Auszeichnung (Rötenbach). In den weiteren Jahren bestätigte die Kapelle bei Wertungsspielen in der Höchststufe, daß dies nicht ein einmaliger Erfolg war. Nachdem man sich anfangs auf Ouvertüren wie „Der Barbier von Sevilla", „Egmont", Wilhelm Tell" oder die „L´Arsienne-Suite" konzentriert hatte, folgten in den späteren Jahren teils originale Blasmusikwerke wie „New Baroque Suite" oder „Hounds of Spring", teils ganze Sinfonien. Glanzpunkt dieser Aufführungen war sicherlich die „Unvollendete" von Schubert und „Aus der neuen Welt" von Dvorak.

 

In den Jahren nach dem Musikfest festigte man die dort begonnenen Freundschaften mit den Partnerkapellen aus dem In- und Ausland. So wurden Reisen nach St. Lorenzen (Österreich), Koprivnica (Kroatien), Millingen (Holland), Dorog (Ungarn), Le Pouliguen (Frankreich), Minheim a.d. Mosel, Oberlenningen und Leutesheim (bei Kehl) unternommen, wobei die meisten Kapellen wiederum zu Gegenbesuchen nach Kißlegg kamen.

 

1988 konnte man nach langer Vorbereitung die neue Tracht beim Herbstkonzert vorstellen, die unter anderem mit Hilfe von Spenden der Kißlegger Bevölkerung angeschafft werden konnte. Die Tracht wurde mit einer Lederhose ausgestattet, Janker und Weste waren in den Farben der Gemeinde Kißlegg gehalten, die Damen und Festdamen wurden mit eigenen Dirndl versehen. Zum festen Bestandteil des musikalischen Jahresprogrammes entwickelte sich auch der „Bunter Abend", die Fasnetsveranstaltung des Musikvereines. Entstanden aus dem Familienabend für die fördernden Mitglieder mauserte sie sich zu einem echten Fasnetsknüller. Heute nennt sich diese Veranstaltung „Musikball" und war in den letzten Jahren immer ausverkauft.

 

1995 übernahm Christian Thanner den Dirigentenstab vom langjährigen Dirigenten Max Gambach und konnte die musikalischen Erfolge seines Vorgängers mit einem „Sehr Gut" in der Höchststufe bei den Wertungsspielen beim Bezirksmusikfest in Ziegelbach fortsetzen. Christian Thanner, Oboeist und Hornist und damit „Eigengewächs des Musikvereines", konzentrierte seine Stückeauswahl für die Wertungsspiele auf originale Blasmusik. So wurden zum Beispiel die Werke „El Camino Real" von Alfred Reed, „Theatre Music" von Philipp Sparke, aber auch deutsche Komponisten mit „Die Träume des Oenghus Teil 1+2" von Rolf Rudin aufgeführt. In diesen Folgejahren erreichte man ebenfalls „sehr gute" Ergebnissen bei Höchststufenwertungsspielen der Kreisverbandsmusikfeste in Altann, Waltershofen, Arnach, Leutkirch und Tannheim.

 

1996 wurde mit dem 17. Kreisverbandsmusikfest das 200-jährige Jubiläum des Musikvereines begangen. Nach einem Festbankett für geladene Gäste im Neuen Schloß fand am Freitag, den 28.06. in der Festhalle das unvergessliche Festkonzert mit den befreundeten Musikkapellen aus Millingen / Holland und Leutesheim statt. Am Samstag wurde in der Festhalle ein weiterer musikalischer Leckerbissen geboten, als die Deutsche Bläserphilharmonie zum Jubiläumsgalakonzert unter anderem die Sinfonie Nr. 1 „Herr der Ringe" von Johan de Meij aufführte. Wertungsspiele fanden an Samstag und Sonntag statt, bei denen sich über dreißig Orchester beteiligten. Am Sonntag, den 01.07. startete nach dem Festgottesdienst im Schlosspark, dem Frühschoppen im Festzelt und dem Gesamtchor der große Festumzug mit über 90 teilnehmenden Gruppen und Festwagen durch Kißlegg, dem fast 7000 Zuschauer beiwohnten. Zudem fand in der Heimatstube im Neuen Schloß eine Ausstellung zum 200-jährigen Jubiläum statt. Natürlich war auch im großen Festzelt mit Vergnügungspark einiges geboten, so sorgt die Dance- und Showband Blaumeisen am Donnerstag, den 27.06. für die richtige Partystimmung. Am darauf folgenden Freitag heizten die Coverbands Jigger Skin und Schwabenexpress bei der Nonstop-Rocknacht dem Publikum so richtig ein. „Lets´s go West" hiess es dann am Samstag ab 17 Uhr, als die Pick-Up Ramblers und Knapp ein Jahr zum Countryfestival mit Bull-Riding Wettbewerb luden. Am Sonntagabend, den 01.07 versetzte das Original Alpenland Quintett das Festzelt in Topstimmung und Gaudi. Nach dem Seniorennachmittag am Montag im Festzelt bekam das Jubiläum noch einen krönenden Abschluss, als abends die Big-Band der Bundeswehr auftrat. Der Erfolg dieses Musikfestes unter der Vorstandschaft von Josef Matheis zeigte sich auch in den verbrauchten Speisen und Getränken. So wurden beispielsweise 10.000 Maß Bier, 600 kg Steak, 565 kg Würste und 300 kg Kartoffeln benötigt.

 

2003 wurde der diplomierte Blasmusikdirigent Holger Koppitz musikalischer Leiter des Musikvereines und setzte die musikalische Arbeit sehr erfolgreich fort. Sein Musikstudium im Hauptfach „Schlagzeug" führte ihn von der Berufsfachschule für Musik in Krumbach über die Hochschule für Musik in Stuttgart an die Musikhochschule Nürnberg-Augsburg, wo er zusätzlich „Blasorchesterleitung" bei Maurice Hamers belegt. Der Höhepunkt der gemeinsamen Arbeit war das Prüfungskonzert zum Blasorchesterdirigent von und mit Holger Koppitz in Augsburg im Jahre 2004. Zu Beginn 2005 verließ Holger Koppitz auf eigenen Wunsch den Musikverein.

 

Nach einer fast einjährigen Übergangsphase, die souverän von Vizedirigent Thomas Sontheim überbrückt wurde, übernahm Anfang 2006 der Arnacher Thomas Räth die musikalische Leitung des Musikvereines Kißlegg. Thomas Räth ist Musiklehrer für tiefes Blech an der Jugendmusikschule in Bad Wurzach und wohnt mit seiner Frau und den zwei Kindern im eigenen Haus in Arnach. 1993 bis 1999 war er Dirigent der Musikkapelle Heggelbach und übernahm danach die Musikkapelle Arnach, bei der er auch seit über 20 Jahren aktiver Musiker ist. Im Blasmusikkreisberand Ravensburg hat er das Amt des Bezirksdirigenten "Allgäu" inne. Des Weiteren ist er noch aktives Mitglied des Blechbläserquartetts „HeiliXblechle", die bei ihren Auftritten Blechblasmusik und A Capella Gesang mit viel Humor und Witz verbinden.

 

Das 210-jährige Bestehen des Musikvereines im Jahre 2006 wurde mit einem Jubiläumsfestkonzert am 06. Mai eröffnet, welches das Kreisverbandsjugendblasorchester Ravensburg und Schlagzeugensembles des Jugendmusikschule Württembergisches Allgäu gestalteten. Die jungen MusikerInnen präsentierten dem begeisterten Publikum faszinierende Rhythmen und prächtige Bläserklänge. Der runde Geburtstag des Musikvereines wurde dann mit einem zünftigen „Musikfescht" vom 14.06 - 18.06.2006 gefeiert. Der Kißlegger Schlosspark bot dazu den passenden Rahmen für die vielen Veranstaltungen, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hatten. Die Fußballfans kamen bereits am Mittwoch bei der „WM-Party" auf ihre Kosten, bei der es im vollen Festzelt richtige WM- Atmosphäre gab. Der Donnerstag bot Spitzenblasmusik mit „Vlado Kumpan und seine Musikanten". Der Freitag stand ganz unter dem Zeichen europäischer Blasmusik, denn der Musikverein hatte zahlreiche befreundete ausländische Kapellen aus der Schweiz, Ungarn, Italien und Holland zum „Internationalen Showabend" eingeladen. Groovige Rhythmen und fette Beats begeisterte das zahlreiche Publikum bei der „Partynacht" mit Radio 7 am Samstagabend. Der Sonntag, „Tag der Blasmusik", begann morgens mit dem Festgottesdienst vor dem Neuen Schloss, der von Pfarrer Härtel festlich zelebriert und vom Jugendblasorchester der Gemeinde Kißlegg musikalisch umrahmt wurde. Den Frühschoppen im Festzelt gestaltete die Patenkapelle Waltershofen stimmungsvoll mit zünftiger Volksmusik, Evergreens und modernen Titeln. Nachmittages trafen sich dann über 1500 Musiker zum Gesamtchor vor der imposanten Kulisse des „Neuen Schlosses". Der große Festumzug mit über fünfzig teilnehmenden Gruppen und Festwagen marschierte anschließend durch Kißlegg. Für Stimmung und Gaudi sorgten danach die Musikkapellen Niederwangen und Heggelbach unter anderem beim großen Fahneneinzug im Festzelt. Dank des hohen Einsatzes und guten Organisation des Musikvereines unter der Vorstandschaft von Anton Kling gelang das Jubiläumsmusikfest rundum. Letztendlich machten sich sämtliche Akteure über alle Veranstaltungen des Festjahres das Motto des Jubiläumsfestes zu eigen, denn sie brachten ohne Zweifel Kißlegg zum „klingen".

 

Der Musikverein Kißlegg: Immer guat drauf!

Der Musikverein Kißlegg präsentiert sich jeute als heimatverbundenes und modernes Blasorchesters, das mit seinem Motto "Immer Guat Drauf" sowohl in der unterhaltenden als auch in der konzertanten Blasmusik zu Hause ist. Die Musikerinnen und Musiker sind jung und jung geblieben, Kameradschaft und Spaß kommen nie zu kurz. Der Verein umfasst heute über sechzig aktive Musiker und ist im kulturellen Leben Kißlegg’s fest verwurzelt. Als musikalischer Botschafter ist die Musikkapelle nicht zuletzt aufgrund der regelmäßigen Teilnahme an Wertungsspielen in der Höchststufe über die Grenzen Kißlegg’s hinaus sehr bekannt. Nicht ohne Stolz kann der Verein im Jahr 2016 sein 220-jähriges Bestehen feiern, denn im Pfarrarchiv St. Martin in Eintürnenberg findet sich folgender Eintrag: „Am Martinusritt mit der Reliquie zu Eintürnenberg an St.Georgetag 1796 belief sich die Zahl der Reiter auf 574 mit 8 Geistlichen. Zum ersten Mal beteiligte sich die neuerrichtete Musikkapelle von Kißlegg“.

 

Ein blasmusikalisches Jubeljahr 2016

Das Jubilämusjahr 2016 begann bereits mit einem fulminanten Auftakt, denn die Brassband A7 konzertierte zum Jubiläumsauftaktkonzert in der Kißlegger Kirche Anfang Januar. Unter dem Vereinsmotto „Immer guat drauf“ finden das ganze Jahr über weitere Veranstaltungen statt.

Am „Tag der Bläserjugend“ am 23.4. hatten sich über 500 jugendliche Teilnehmer bei Einzelvorträgen und Orchesterwertungsspielen in Kißlegg gemessen. Ein besonderer Leckerbissen war das Mensakonzert der Musikkapelle am 30.4., denn unter dem Motto „Blasmusik-Comedy“ gab es erstaunliche Instrumente, ungewöhnliche Besetzungen und vor allem gute Laune zu sehen und zu hören. Vom 15. – 17.7. findet dann das Jubiläums-Parkfest mit drei Tagen „Immer guat drauf“-Programm im schönen Kißlegger Schloßpark statt. Am Freitag wird X-Plosive den Park rocken, am Samstag lädt der Musikverein selbst zum fetzigen Stimmungsabend ein und der Sonntag wartet als „Tag der Blasmusik“ mit einem Frühschoppen der Musikkapelle Leupolz und dem Nachmittagsunterhaltung mit dem Jugendblasorchester auf. Das 220-jährige Bestehen wird dann besonders mit der Jubiläumsgala am 15.10. in der Mensa gefeiert, bei der die „oberschwäbische Blasmusik Boy-Group" Heilix Blechle für einen überaus unterhaltsamen Abend sorgen wird. Den Abschluss bildet das Jubiläumsdoppelfestkonzert am 5.11., zu dem die Kißlegger das befreundete Blasorchester „Harmonie Leutesheim“ eingeladen haben.

 

Ein guter Zweck: Erneuerung der Tracht

Im Rahmen des Jubiläumsjahres "220 Jahre Musikverein Kißlegg" ist es das Ziel des Vereins, die Tracht der Musikerinnen und Musiker zu erneuern. Die aktuelle Allgäuer Tracht mit Dirndl bzw. Lederhosen & Janker wurde 1989 angeschafft und ist nun in die Jahre gekommen, als Erstes stehen die Mieder der Damen und die Hüte der Herren zum Austausch an. Um dies finanzieren zu können, beteiligte sich der Musikverein an einem Crowdfunding-Projekt der Volksbank Allgäu West und erhielt so viele Unterstützer und Fans, damit das Orchester weiterhin als musikalischer Botschafter der Gemeinde Kißlegg und der Region unter dem Motto "Immer guat drauf" auftreten kann.

----- 220 Jahre MV Kißlegg -----

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